Mögliche Tonformate Wings 7.31 und Soundarchiv Server

Alles zum Thema Wings
Everything concerning Wings
Antworten
Benutzeravatar
Gucki
Pro User
Beiträge: 1016
Registriert: 17. Jan 2008, 21:53

Hallo Forum,
eine gutes neues Jahr für Euch und schön negativ bleiben das ist positiv ;)

Suche gerade in der" besten Hilfe der Welt" etwas zu Tonformaten bzw. codecs die Wings 7.3.1 direkt lesen bzw verarbeiten kann.
Mit hinzufügen aus meinem Soundarchiv zeigt Wings 7.31 nur mp3 oder wav Dateien an. :o

Habe aber viele Dateien im flac und m4a Format vorliegen....daraus schließe ich das Wings 7.3.1 direkt mit diesen Dateien nichts anfangen kann. :?:
Mit dem neuen Transcodierer und einem Arbeitsschritt mehr funktioniert es dann.. :) -damit kann ich gut leben

Lege mir gerade ein erweitertes Soundarchiv auf meinem Server an - WAV Dateien sind mir dafür zu groß flac oder m4a jedoch sind kleiner und auch noch verlustfrei.
Was empfehlen die Soundexperten als Archivdateien für den Server über den ich auch Musik streame ... :idea:

MfG Heinz-Jürgen
Achte auf Deine Gedanken, sie sind der Anfang Deiner Taten.
Benutzeravatar
Gucki
Pro User
Beiträge: 1016
Registriert: 17. Jan 2008, 21:53

Hallo Forum

....hat denn keiner Erfahrungen mit einem z.B. Server- Soundarchiv das man als "Editing Quelle " und als "Streaming Archiv" nutzen kann ?
Mir kommt es auf Kompatibilität für's editing und streaming und ein möglichst verlustfreies und kleines Datenformat ( Codec?) an,,,

Grüße Heinz-Jürgen
Achte auf Deine Gedanken, sie sind der Anfang Deiner Taten.
mopperle
User
Beiträge: 53
Registriert: 23. Jan 2008, 19:24

Hallo Gucki,

auch dir ein "negatives" 2021.

Bezüglich der Formate kommt es darauf an, was du mit den Soundfiles machst. Bei mir sieht es so aus:
- Musik von meinem NAS streamen: mp3
- für Post-Production in Videos wav oder pcm (kann WP IMHO nicht).
Grund: Da ich mich seit einger Zeit mit Videoproduktion (DaVinci Resolve) beschäftige, bin ich dem Rat der Experten gefolgt, welche empfehlen ein Format zu nehmen, was am wenigsten Verluste hat und das ist wav oder pcm. Und nachdem Speicher billig ist, spielt die Größe der Dateien für mich keine Rolle.

Gruß,
Otto
Benutzeravatar
Gucki
Pro User
Beiträge: 1016
Registriert: 17. Jan 2008, 21:53

Lieber Otto, hallo Forum,

besten Dank für Deine Hinweise.
Da ich über meinem Aurelic Aries mini streame (USB Ausgang zum DAC des AMP, beste Qualität) werde ich wohl das Archiv mit m4a , ggf. auch Flac Dateien anlegen (diese enthalten Metadaten, Interpeten ,Tltel etc fürs Streaming) , die zwar komprimiert angeblich aber verlustfrei sind :roll: ....
In Wings kann ich dann mit dem integrierten Transcodierer nach WAV wandeln.....
Die transcodierten Dateien hören sich gut an und die über den DAC gestreamten m4a/flac Dateien sowieso...

Grüße Heinz-Jürgen
Achte auf Deine Gedanken, sie sind der Anfang Deiner Taten.
nokl
User
Beiträge: 65
Registriert: 6. Mär 2008, 08:56

mopperle hat geschrieben: 10. Jan 2021, 11:36 bin ich dem Rat der Experten gefolgt, welche empfehlen ein Format zu nehmen, was am wenigsten Verluste hat und das ist wav oder pcm. Und nachdem Speicher billig ist, spielt die Größe der Dateien für mich keine Rolle.
Kurz zur Erläuterung.

PCM ist kein Dateiformat (wie z. B. MP3, Flac odedr WAV). PCM ist die Abkürzung für Puls Code Modulation, steht für ein zeit- und wertkontinuierliches Digitalformat und ist im Prinzip das Standardverfahren für die "Art" des Datensignals. Im Prinzip sind die allermeisten Dateiformate im PCM-Verfahren. Auch im Studiobereich wird zu 99,9% alles im PCM-Verfahren erstellt.

Das "Gegenstück" ist das sog. DSD-Verfahren, was z. B. durch die SACD bekannt wurde.

Wichtig ist diese Unterscheidung bei der Wahl eines Digitalwandlers (egal, ob intern oder extern). Der Wandler muss nämlich im Falle von DSD-Formate diese Signale auch verstehen.

Was ist wann sinnvoll?

DSD können wir gleich außen vor lassen, da es so gut wie keine "Bearbeitungssoftware" dafür gibt, was auch der Grund dafür ist, dass es als Studioformat nahezu bedeutungslos ist.

Wenn also ein Audio-Datensignal, dann nur das PCM-Verfahren.

Es bietet sich an, auf die sogenannten Roh-Formate im wav-Format zuzugreifen, wenn das Audiosignal in irgendeiner Form bearbeitet werden soll. Im Idealfall sollte auf HighRes-Material zurückgegriffen werden. Insbesondere sollte hier auf eine höhere Bit-Tiefe geachtet werden.

Die CD hat 16 Bit/44.1 Khz. Entscheidend ist nach landläufiger Meinung hier die Bit-Tiefe, die 24 oder sogar 32 Bit betragen sollte. Weil mit jedem Arbeitsschritt (Pegelbearbeitung, EQ, Effekte...) Rundungsfehler in der Berechnung entstehen und dadurch der Rauschpegel steigt, sollte die "Rechentiefe" möglichst hoch sein, um diese Fehler so klein wie möglich zu halten.

Nach der Bearbeitung kann dann die endgültige Ton-Fassung als 16 Bit/44.1 kHz (oder 48 kHz) konvertiert werden, was eine grenzenlose Kompatibilität ergibt.

Soweit die Theorie in extremer Kurzassung.

Ob das alles am Ende in einer Multivisionshow klanglich entscheidend ist, lasse ich mal offen. Es bringt nämlich nichts, sich über solche Fragen den Schädel zu machen, wenn am Ende 300-Euro-PA-Boxen angeschlossen werden und in einem halligen Vortragsraum präsentiert wird.

Kurzer Ausflug
Wir haben einmal über ein weltklasse HighEnd-System sehr gute MP3 vs. Flac vs. WAV verglichen. Die Ernüchterung war bei den Beteiligten groß.

Wichtig bei MP3 ist der Pegel. Bei der Umwandlung vom Roh-Format (z. B. wav) in mp3 wird in aller Regel (systembedingt) bei der Konvertierung der Pegel angehoben. Je nach Komprimierung und Signalzusammensetzung kann das durchaus 3 dB sein. Hat man also im Rohformat bereits bis 0 dB ausgesteuert, wird es sehr häufig passieren, dass dann die MP3 "übersteuert" ist. Da im Digitalbereich aber eine Übersteuerung nicht möglich ist, entstehen sogenannte 0dBFS-Ketten, die sich durch Verzerrungen bemerkbar machen. Wenn also MP3 sch...e klingt, liegt es sehr oft daran, dass der "Ursprung" zu laut war.

Und hier kommen zusätzlich die Aufnahmen des sog. "Loudness War" ins Spiel. Selbst die Studio-Rohformate (sogar in Hochbit-Formaten) sind oftmals gnadenlos "übersteuert" und erzeugen dort schon wie entfesset Verzerrungen. Wenn dann MP3 nochmals einen "raufschlägt" ist der Klangmüll nicht mehr aufzuhalten.
Zuletzt geändert von nokl am 20. Jan 2021, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
Norbert
nokl
User
Beiträge: 65
Registriert: 6. Mär 2008, 08:56

Ganz vergessen...

Gucki, deine Ausgangsfrage, welches Dateiformat für das heimische Musikarchiv auf NAS/Festplatte...

Ich betriebe diese Form der Musikwiedergabe schon seit sehr vielen Jahren auf Top-HighEnd-Ketten.
Mittlerweile ist mein Elektronikpark durch die Netzwerk-Musikwiedergabe auf das Mindeste reduziert, siehe hier:
https://www.piega.info/forum/know-how/p ... #post40621


Von Anfang an setzte ich dabei auf das PCM-Rohformat WAV. Das heißt, mein gesamtes Musikarchiv von rund 1500 CD liegt als WAV-vor. Ungefähr im Jahre 2000 wurde das WAV-Format durch Metadaten erweitert (Broadcast-WAV-Format), die Endung WAV blieb erhalten. Das heißt, auch im WAV-Format können Interpreten, Titel usw. angezeigt werden. Leider verstehen bis heute nicht alle "Abspielgeräte" die Metadaten des WAV-Formates, so das es da u. U. zu Einschränkungen kommen kann. Keine Probleme hast du, wenn du mittels PC und Foobar das wav-Format einsetzt.

Hier solltest du anhand von drei, vier Musikdateien prüfen, ob deine Wiedergabetechnik mit den WAV-Metadaten klar kommt.

FLAC würde sich dann als sehr gute Alternative anbieten, zumal sich das Datenformat mittlerweile als weitgebräuchlicher Standard etabliert hat und die allermeisten "Abspielgeräte" die Metadaten auch verstehen. Nachteil bei FLAC: Sehr viele Autoradios verstehen das Format nicht.

Du solltest als Archiv-Format nur verlustfreie Komprimierungsverfahren einsetzen (z. B. FLAC) bzw. auf wav ausweichen. MIt WAV kann es dir eigentlich völlig egal sein, was die Zukunft noch bringen wird. Da WAV der Studiostandard ist, lässt sich von dort aus in fast jedes Format konvertieren.

Von WAV in FLAC - kein Problem
Von FLAC in WAV - kein Problem
Von WAV in MP3 - kein Problem
Von MP3 in WAV - nur mit Verlusten.
Norbert
nokl
User
Beiträge: 65
Registriert: 6. Mär 2008, 08:56

Man, schon wieder was vergessen.

Wer diesen Schritt wie Gucki gehen möchte...

Achtet von Anfang an darauf, die Metadaten sauber zu pflegen und euch eine sinnvolle Verzeichnisstruktur anzulegen.

Je größer das Musik-Archiv wird, desto wichtiger werden diese beiden Punkte. Im Nachgang größere Archive mit sauberen Metadaten und klarer Verzeichnisstruktrur umzubauen/zu korrigieren ist sehr, sehr viel Arbeit
Norbert
Antworten